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Die Deutsche Bank bietet keine Sperrkonto-Services mehr an, Studenten müssen nun eine Alternative finden

Die Deutsche Bank, einer der weltweit führenden Finanzdienstleistungsunternehmen, hat seine Dienste für Sperrkonten für ausländische Studierende, die ihre Hochschulbildung in Deutschland fortsetzen möchten, seit dem 1. Juli dieses Jahres eingestellt. 

Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes ist die Deutsche Bank, einst alleiniger Anbieter solcher Dienste, nicht mehr als Anbieter von Sperrkonten für Studierende aufgelistet.

Der Rückzug aus diesem „Markt“ wurde von der Bank selbst bestätigt, nachdem ein Student sie auf Twitter gefragt hatte, ob er für seinen Visumsantrag noch ein solches Konto bei der Deutschen Bank eröffnen könne. 

„Die Deutsche Bank bietet leider keine Sperrkonten für Studenten an. Weitere Informationen und alternative Anbieter finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes“, antworteten die Social-Media-Vertreter der Bank auf Twitter. 

Bis 2016 war die Deutsche Bank der einzige Anbieter von Sperrkonten in Deutschland. Die Verfahren zur Eröffnung eines solchen Kontos verliefen vollständig manuell. Der Student musste das Sperrkontoformular der Deutschen Bank ausdrucken und zweimal handschriftlich ausfüllen.

Anschließend musste ein Termin bei der Deutschen Botschaft im Heimatland des Studenten vereinbart werden, bei dem der Student mehrere Unterlagen vorweisen musste, hier auch eine Kopie des Zulassungsbescheids an der deutschen Universität oder Sprachschule, wie auch einen Nachweis über die Herkunft ihrer Gelder.

Diese Dokumente mussten von der Botschaft beglaubigt werden, bevor der Student sie per Post an die Deutsche Bank senden konnte. Nachdem letztere die Unterlagen erhalten hatten, dauerte es etwa eine Woche, bis sie das Sperrkonto eröffneten und dem Studenten dann per E-Mail ihre IBAN und BIC schickten, über die das Geld überwiesen werden musste. Dieser letzte Schritt dauerte einige Tage bis zu einigen Wochen.

Das Sperrkonto konnte dann erst aktiviert werden, wenn der Student in Deutschland präsent war und auch im Land eine Meldeadresse (Meldebestätigung) vorweisen konnte. 

Nach 2016 haben jedoch mehrere Banken damit begonnen, denselben Service anzubieten, das Verfahren zu digitalisieren und die Eröffnung eines solchen Kontos aus dem Heimatland eines Nicht-EU-Antragstellers in Deutschland erheblich zu vereinfachen.

Die Analysten von BlockedAccountGermany.com glauben, dass einer der Gründe, warum die Deutsche Bank diesen Service nicht mehr anbietet, darin besteht, dass sie nicht mit der Konkurrenz mithalten konnte.

„Als andere Banken anfingen, den Service von Sperrkonten anzubieten, und aufgrund ihrer vereinfachten Verfahren wurde die Deutsche Bank langsam weniger beliebt bei Studenten, die sich stattdessen Banken zuwandten, die stärker digitalisierte Verfahren hatten“, behaupten sie.

Studenten, die geplant hatten, ein solches Konto bei der Deutschen Bank zu eröffnen, müssen sich nun nach Alternativen wie Expatrio umsehen. Letzterer ist ein Anbieter digitaler Sperrkonten, welcher seit 2018 diese Dienstleistung angeboten hat und seitdem einen enormen Anstieg der Studentenkunden verzeichnet.

Dasselbe ermöglicht es Studenten, bequem von zu Hause aus ein Sperrkonto zu eröffnen, ohne versteckte Gebühren oder Kosten. Die einzigen Gebühren, die ein Student zahlen muss, sind eine Kontoeröffnungsgebühr von 49 € und eine monatliche Gebühr von 5 €.

Es bietet auch ein Gesamtpaket an, das es den Studenten erleichtern soll, ein Studentenvisum zu erhalten, das neben dem Sperrkonto auch eine Krankenversicherung und andere Dienstleistungen umfasst.

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